IBA revisited
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  • Projektstruktur

    Das Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung arbeitet seit Herbst 2006 an einem Vorhaben, welches eine „Neubetrachtung“ der Internationalen Bauausstellung Emscher Park anstrebt. Der Aufbau ist modular, die unterschiedlichen Module gliedern sich thematisch und werden in vielfältigen Bearbeitungsstrukturen erforscht. In einem ersten Schritt des Projektes soll der aktuelle Stand der IBA Projekte dokumentiert und in einem Katalog aufbereitet werden. Ferner wurde die „Forschungsplattform IBA“ eingerichtet, die ehemals publizierte Daten der IBA für nationale und internationale Interessenten zugänglich macht. Im Zuge der Recherchen und der Bearbeitung des Projektes „IBA revisited“ sollten die Ergebnisse sukzessive einer Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Jedes Teilprodukt liefert einen direkten “Output”, so dass kontinuierlich Ergebnisse des Projektes vorliegen und publiziert werden können. Das Projekt wird von einem Beiratbegleitet, der mit Persönlichkeiten aus der IBA Emscher Park, derzeit aktiven Planern und Kommunalvertretern sowie einem Vertreter des MBV besetzt ist. Auf der konstituierenden Beiratssitzung Ende März 2007 wurde u.a. empfohlen, die Internetplattform zur mehrsprachigen Information über die IBA sowie eine Bündelung von Forschungsaktivitäten einzurichten und Möglichkeiten zum Austausch im nationalen und internationalen Kontext zu schaffen.

    struktur

    Anlass

    Von 1989 bis 1999 fand im nördlichen Ruhrgebiet die Internationale Bauausstellung Emscher Park statt. Im Zentrum dieses strukturpolitischen Programms der Landesregierung Nordrhein-Westfalen stand der ökologische, soziale und wirtschaftliche Umbau dieser industriell geprägten Region. In zehn Jahren wurden 120 Projekte von 17 Städten, vielen Unternehmen und Initiativen entwickelt und umgesetzt. Durch viele dieser Projekte wurde die Wahrnehmung der Region verändert, sowohl durch die Bewohner als auch in der nationalen und internationalen Außensicht. Die IBA hat Projekte und Denkmodelle hinterlassen, die heute oftmals die Basis zeitgenössischer Diskussionen um den Wert und die Qualitäten der Region und ihrer Bewohner darstellen. Ferner hat sich das Image des gesamten Ruhrgebietes gewandelt. Insbesondere für in- und ausländische Gäste stellen die Projekte der IBA beispielhafte Auseinandersetzungen mit dem Raum und den ökonomischen Rahmenbedingungen dar, deren Geschichte, Potentiale und Strategien studiert werden, und einen Wissenstransfer von Ideen und Prozessen zulassen. Umso erstaunlicher ist es, dass bisher keine systematische Auseinandersetzung mit Zielen, Strategien, Impulsen, realisierten Projekten, Hemmnissen, und Lerneffekten der Internationalen Bauausstellung Emscher Park als ganzheitlicher Ansatz einer Raumentwicklung des Ruhrgebietes statt gefunden hat. Ebenfalls lässt sich eine aktualisierte Darstellung unter Zuhilfenahme von neuen Medien vermissen, so ist es beispielsweise nicht möglich, zusammenhängende Informationen über die IBA im allgemeinen und über die einzelnen Projekte im Internet zu recherchieren. Publikationen aus der IBA Zeit, die Memoranden und der IBA Katalog sind nicht mehr ohne weiteres zugänglich, da sie seit Jahren vergriffen sind und nicht nachgedruckt wurden. Gleichzeitig ist eine gute Datenlage vorhanden, eine Vielzahl der Dokumente ist archiviert. Nationale und Internationale Anfragen von Fachleuten und Forschern an die Universitäten und Institutionen in Nordrhein-Westfalen lassen ein anhaltendes Interesse an verschiedenen Inhalten, Mechanismen, Vorgehensweisen etc. der IBA Emscher Park erkennen. Die IBA hat in Europa und sogar weltweit eine gute Reputation und wird als Vorbild im Umgang mit Restrukturierungsprozessen gesehen. Forschungsprojekte, Dissertationen und Diplomarbeiten befassen sich auch heute, 9 Jahre nach dem Ende der IBA mit deren Inhalten und Fragestellungen.

    Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung, Universität Dortmund

    Das Fachgebiet  verfügt über ein breites, fachübergreifendes Erfahrungsspektrum sowohl in der wissenschaftlichen Arbeit als auch in der Beratung von Politik und Akteuren der planerischen Praxis. Zu Zeiten der IBA war der ehem. Fachgebietsleiter Prof. Peter Zlonicky einer der Direktoren der IBA, so dass eine enge Verbindung zur IBA bestand und weiterhin besteht und gepflegt wird. Darüber hinaus kann das Fachgebiet auf verschiedene Vorarbeiten und Erfahrungen im Bereich des Wissenstransfers und der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Forschungskoordination und im Veranstaltungsmanagement zurückgreifen. Das Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung beschäftigt sich in Lehre und Forschung mit aktuellen Fragen der Stadtentwicklung, mit dem Wandel von Stadt und Landschaft, mit Umstrukturierungsprozessen ganzer Stadtquartiere und einzelner Standorte. Die Forschungs-, Entwicklungs- und Lehrtätigkeit des Fachgebietes konzentriert sich dabei auf drei Schwerpunkte:

    Städtebauliche Qualifizierung

    Vermittlung von Baukultur

    Perspektivische Stadtforschung

    Die Prinzipien hierbei sind: Handlungsorientierung, Interdisziplinarität, Wissenstransfer und internationaler Austausch.